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[Kurztrip] Lana bei Meran/Italien

March 5, 2013

In unserem letzten Sommerurlaub waren wir in Lana/Italien im Hotel Schwarzschmied. Bewertet werden Hotel, Rafting, Kletterpark/Bogenschießen, Weinprobe, Minigolf und die Sommerrodelbahn.

Hotel Schwarzschmied
Das Hotel besteht aus einem alten und einem neuen Teil, sowie aus einem Nebenhaus. Wir waren im Nebenhaus untergebracht. Das Zimmer und das Bad waren nicht besonders hell und eher rustikal als modern eingerichtet. Ich war schon in Gästehäusern mit ähnlicher Ausstattung. Wir hatten ein Fenster zum Hof hin, wo es abgesehen von nachts auch mal etwas lauter werden konnte. Da wir aber fantastisches Wetter hatten, wurde dass Zimmer eh nur zum Schlafen genutzt und dazu war es ok und sauber. Auf der Hotelanlage gab es, typisch für nicht-deutsche Hotels, kostenfreies WLAN, welches aber in unserem Zimmer fast nicht empfangbar war. Der innere Essensbereich ist auch wieder zweigeteilt in einen modernen und einen rustikalen, recht beengten Bereich. Wir waren im alten Bereich, aber auch nur, wenn das Wetter zu schlecht war, um draußen zu essen. Der Außenpoolbereich ist attraktiv gestaltet und man findet immer eine freie Liege 🙂 Der Wellnessbereich ist ebenfalls zu empfehlen. Das Hotel ist in Familienbesitz was eine angenehme Atmosphäre generiert. Man kann sich kostenfrei Mountainbikes leihen um die Umgebung zu erkunden. Wichtiger und herausragender Punkt ist hier das Essen. Gebucht hatten wir Halbpension Plus: Frühstücksbuffet, Mittagssnack, Abendmenü. Hier kann man rein gar nichts kritisieren. Beim Frühstück fehlte nichts, es gab tagesweise Abwechslung und man konnte gar nicht alles probieren was es gab. Mittags waren wir selten da, da gab es meist eine Suppe und/oder Reste vom Vortag. Das Abendmenü hatte für mich schon Gourmet-Charakter, allerdings ohne diese Mini-Portionen. Die Getränke gehen extra, sind aber nicht übermäßig teuer. Gezahlt haben wir für eine Woche inklusive aller Getränke, Massage, Trinkgelder und sonstiger Kosten 825€. Uneingeschränkte Empfehlung bei 10/10 Punkten.

Schlauchkanufahrt auf der Etsch
Erste sportliche Betätigung dieses Urlaubs. Bei dem Anbieter kann man alle möglichen Rafting- und Kanutouren (und mehr) auf der Etsch buchen. Telefonische Absprache ist sinnvoll. Wir wollten eigentlich raften, davon wurde uns aber “abgeraten”, weil wir sonst mit einer Kindergruppe mitfahren hätten müssen. Stattdessen buchten wir ein Schlauchkanu. Darin fuhren wir zu zweit die Etsch runter, was echt Spaß gemacht hat. Nach kurzer Einführung saßen wir alleine in unserem Kanu, die beiden Führer saßen jeweils in einem Raftingboot. Anstrengend oder stellenweise gefährlich ist die fahrt für halbwegs sportliche Leute nicht. Die Fahrt kostet mit 40€ pro Person eine ganze Stange Geld, aber günstiger bekommt man das in der Gegend eben einfach nicht. Abzocke ist allerdings die CD am Ende. Die Fahrt wird von einem Fotografen begleitet, der am Ende jeder Tour eine CD mit allen Bildern für 10€ verkauft. Wir haben eine CD zusammen mit einem weiteren Teilnehmer der Tour geteilt, die CD ließ sich ganz einfach brennen. Da mir hier zwei Dinge einfallen, die es für mich noch attraktiver gemacht hätte, schwerere Strecke und günstigerer Preis, komme ich auf 8/10 Punkte. Der Anbieter bietet auch Canyoning Touren an, welche ich gerne gemacht hätte, leider war in der Woche nichts mehr frei.

Hochseilgarten und Bogenschießen
Ich habe hier nicht viele Hochseilgärten zum Vergleich, daher ist die Beurteilung sehr subjektiv. Der Hochseilgarten setzt sich eigentlich zusammen aus einer Anlage worauf der eigentliche Hochseilgarten, ein Bogenschießparcours, sowie ein Barfußpfad ist. Wir wollten leicht anfangen und begannen mit dem Barfußpfad. Entgegen der eigentlichen Erwartung (Laufen auf verschiedenen Untergründen) musste man hier doch teilweise auch schon ordentlich balancieren und schwierigere Übungen absolvieren. Also “musste” nicht, man kann auch um die Hindernisse rum gehen. Allerdings kann man hier schon mal einige “Gemeinheiten” üben, welche später dann im Hochseilgarten kommen, und hier kann man dann nicht mehr außen rum gehen. Stellenweise tut der Pfad auch ganz schön weh, da etliche Stöckchen und spitze Steine auf dem Weg liegen.
Nach dem Barfußpfad wollten wir dann in den Hochseilgarten. Hierfür gab es erstmal eine seeeehr ausführliche Anleitung der Ausrüstung, anschließend wurde man auf einen Mini-Trainingsparcour geschickt. Danach gab es 5 Kurse zur “Auswahl”: weiß, blau, grün, rot, schwarz, jeweils mit steigendem Schwierigkeitsgrad und steigender Höhe. Auf den schwarzen darf man nur hoch, wenn man vorher alle anderen absolviert hat, was die Sache nicht einfacher macht 🙂 Kletterfreaks werden hier wohl durchgehen, wie die Affen durch den Jungel, allen anderen, wird hier einiges abverlangt. Die Höhe war mir immer egal, man ist ja immer doppelt gesichert, allerdings beansprucht der Parcour Griffkraft, Unterarme und Schultern deutlich. Man sollte vielleicht auch nicht die besten Klamotten dazu anziehen. Wenn man alle Kurse durchgehen will, ist man schon einige Stunden beschäftigt.
Anschließend gingen wir auf den Bogenschießkurs. Am Anfang gab es wieder eine (diesmal kürzere) Einweisung und schon ging es los. Zunächst übt man an Zielscheiben, dann durchstreift man ein Stück Wald, wo hin und wieder 3D Ziele aufgestellt sind. Man bekommt Zettel zum Punktezählen, man kann aber auch so oft schießen, wie man will. Man muss allerdings bedenken, dass das Ziehen der Sehne nach 4 Stunden Hochseilgarten sehr anstrengend werden kann. Ansonsten macht der Kurs eine Menge Spaß und man bekommt ein ganz gutes Gefühl für den Bogen.
Alles in allem kann man in diesem Park bleiben, bis er schließt. Es gibt auch eine große Kletterwand. Diese ist allerdings privat und man darf sie nicht nutzen. Die Kosten belaufen sich auf 48€ für alles. Man muss aber unbedingt an ausreichend Getränke denken. Wertsachen können weggeschlossen werden. Parkplätze kostenlos und ausreichend vorhanden. Sanitäre anlagen sauber. Für dieses Event gibt es 10/10 Punkte.

Weinprobe und Labyrinthgarten
Mit dem Fahrrad sind wir in den Nachbarort Tscherms zu einer Weinprobe gefahren. Diese wurde von einem geschätzt 346 Jahre alten Mann geleitet. Außer uns waren noch zwei Paare Anfang 40 dabei. Man sitzt im Garten des Kränzelhofs und bekommt einiges zur Geschichte des Weins erzählt. Angefangen bei 5000 v.Chr. ungefähr in 100 Jahren-Schritten bis heute. Wer sich stark für Geschichte interessiert ist hier echt gut aufgehoben, zumal der Herr ab ca. 1400 ja selbst alles miterlebt hat. Man ist aufgefordert ihn zu unterbrechen und zu fragen, wenn es zu langweilig wird, aber das hat irgendwie niemand gemacht. Ich glaube, die anderen Paare fanden das echt interessant. Ich hätte von einer Weinprobe eher so “Angeberwissen” erwartet, z.B. wie man welchen Geschmack eines Weines rausschmeckt oder so. Aber davon wurde nichts erzählt. Neben den Geschichten bekommt man dann der Reihe nach Weine serviert. Damit kenne ich mich halt überhaupt nicht aus, aber Apfelwein war keiner dabei. Am Anfang bekommt man zwar den Hinweis, dass man bei der Weinprobe eigentlich sehr wenig trinkt und auch ausspucken darf, aber das hat auch keiner gemacht. Zum Wein bekommt man dieses Südtiroler Knäckebrot. Interessant fand ich dann aber schon, als es um den Hof selbst ging, wer den jetzt hat und wie das weiter geht. Es ist auch wirklich angenehm im Sommer einfach mal draußen zu sitzen, den Tieren zuzuschauen (Hühner, Enten, …) und Wein zu trinken.
Im Anschluss kann man dann Wein kaufen und sich im Gartenlabyrinth verlaufen. Das Labyrinth besteht aus Weinreben und ich war echt beeindruckt, wie unfassbar gut die Trauben (weiße und rote) schmeckten.
Ich bin kein Fan von Wein, auch keiner von Weinproben, daher ist es sicherlich nicht leicht, mich auf so einem Gebiet zu überzeugen. Mit 20€ Kosten gebe ich noch 4/10 Punkte für das Preisleistungsverhältnis und den Naturfaktor. Eine Weiterempfehlung gibt es für Geschichtsinteressierte, Weinliebhaber und alle, die drei Stunden unverplant haben.

Minigolf
Auf der Hinfahrt nach Lana haben wir hier beim Minigolf angehalten. Es gibt zwei 18-Loch Kurse, wir haben die größeren Bahnen gespielt. Die Anlage ist sehr schön angelegt und die Bahnen sind in gutem Zustand. Es gibt sowohl Standardbahnen als auch etwas ausgefallenere Bahnen. Es war nicht voll, so dass man gut durchspielen konnte. Die Kosten betragen 5€ Euro pro Person. Wir waren leider an einem sehr windigen Tag dort, sodass wir teilweise auf ein paar windstille Minuten warten mussten, weil uns sonst der Ball weggerollt ist.
Für diese leicht überdurchschnittliche Minigolfanlage gebe ich 7/10 Punkte.

Meran
Einen Nachmittag waren wir in Meran. Ich bin mit dem Fahrrad hingefahren. Das dauert von Lana aus keine halbe Stunde, ist gut ausgeschildert und die Fahrradwege sind gut ausgebaut. Meran ist eine echte Touristenstadt. Hier gibt es eine Therme (nicht besucht) und sehr viele “Feinkostläden” in denen man Südtiroler Spezialitäten kaufen kann. Das fasst den Kurzbesuch in Meran eigentlich auch ganz gut zusammen. Sehr touristisch, aber um Mitbringsel zu shoppen gerade richtig. Keine Bewertung, aber eine klare Empfehlung für einen Trip nach Meran.

Sommerrodelbahn
Eine recht moderne Sommerrodelbahn. Zehn Fahrten kosten hier 39€. Eine Fahrt dauert geschätzt eine Minute. Die Wagen sind fest verankert, sodass bremsen nur dann erforderlich wird, wenn jemand vor einem ist. Zu Beginn mussten wir etwa 10 Minuten anstehen, weil Andrang herrschte. Nach einem Regenschauer wollte dann aber keiner mehr fahren und wir konnten durchlaufen. Ich ziehe hier jeweils einen Punkt für Kosten und Fahrtlänge ab und komme auf 8/10 Punkte.

Zusammengefasst war der Urlaub ein voller Erfolg. Super Hotel und spannende Aktivitäten. Ich persönlich kann nicht ausschließen, dort noch einmal hinzufahren, es steht ja noch die Canyoning-Tour aus.

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From → Kurztrip

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