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[Freizeitpark] Phantasialand

March 4, 2013

Eigentlich bin ich schon seit Kindesalter Fan von schnellen Fahrattraktionen. Aber mit ständig wachsender Körpergröße und -umfang wurden die Jahrmarkt- und Kirmesattraktionen irgendwann einfach nicht mehr machbar. Ich hatte schon die ganze Zeit bedenken, die ganzen “neuen” guten Achterbahnen in den Freizeitparks auch nicht mehr fahren zu können. Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich etwa mit 16 das letzte Mal in einem gewesen bin, das ist also schon 10 Jahre her 🙂

Vor einiger Zeit beschloss ich dann, meine Freundin zu überraschen und ins Phantasialand zu fahren. Zunächst mal: Warum das Phantasialand?
Zur Auswahl habe ich mir die drei großen Parks hier in der Umgebung gesetzt:
1) Europapark
2) Holidaypark
3) Phantasialand

Am weitesten weg ist das Phantasialand, am nähsten dran der Holidaypark. Europapark und Phantasialand kosten mit knapp 40€ etwa das gleiche, wobei der Holidaypark mit 25€ (inkl. Parken) günstiger ist. Allerdings ist der Holidaypark auch der kleinste. Gegen den Europapark hat dann aber dessen immense Größe gesprochen. Diesen Park kann man (mit Shows) nur schwer in einem Tag schaffen. Also fiel die Wahl auf das Phantasialand.

Als “Big Boy” habe ich natürlich vorher recherchiert, ob ich dort denn alles fahren kann. Die Informationen hier sind leider nur sehr dünn gesäht und lassen sich nur schwer finden. Ich hoffe also, dass man diesen Artikel leicht über Google finden wird, denn ich versuche hier alles so detailliert wie möglich zu beschreiben.

Zum Zeitpunkt des Parkbesuchs wog ich 128kg bei 191cm Größe. Im folgenden ein paar sehr detaillierte Körpermaße:

Größe: 191cm
Schulterhöhe: 165cm
Schulterbreite gemessen von Schulterkopf zu Schulterkopf: 50cm
Hüfthöhe gemessen von Boden bis Hüftknochen: 103cm
Hüftumfang gemessen an der dicksten Stelle: 118cm
Bauchumfang: 113cm
Brustumfang: 120cm
Oberschenkelumfang: 70cm
Sitztiefe, gemessen im Sitzen von Rückenlehne bis Knie: 61cm
Auch den Tag des Parkbesuchs reiche ich nach, damit man die Anstehzeiten nachvollziehen kann. Ich meine Aber es war ein Wochentag in den Osterferien.

Attraktionen:
Winja’s Fear Force:
2 Indoor Achterbahnen mit einigen Überraschungen. Ähnliche Streckenführung, aber wir beide fanden die rechte besser als die linke. Gesichert über Beinbügel. Kritischer Punkt hier war bei mir nur die Beinlänge, da man wenig Platz für die Füße hat, gepasst hat es aber.
Der Anstehbereich ist sinnvoll gestaltet und wir mussten etwa 15 Minuten anstehen.

Würmling Express:
Auch hier keine Platzprobleme. Reine Adrenalinjunkies lassen diese Attraktion besser aus. Keine Anstehzeit.

Temple of the Night Hawk:
Dunkelachterbahn mit Beinbügelsicherung. Die Bahn läuft erstaunlich ruhig. Kritischer Punkt hier auch die Beinlänge. Außerdem habe ich im Dunkeln immer das Gefühl den Kopf einziehen zu müssen 🙂

Race for Atlantis:
Ein IMAX Simulator aus den 90ern. Eigentlich sollte man denken, dass es hier keine Platzprobleme geben kann, aber die Beinfreiheit ist hier geringer als in Flugzeugen von Billig-Airlines. Ich saß press mit den Knien an der Vorderreihe. Außerdem konnte ich aus dem offenen Simulator heraus links und rechts die anderen Simulatoren sehen 🙂
Bei einer Anstehzeit von über 45 Minuten einen klaren Daumen nach unten.

Hollywoodtour:
In diesen Booten findet wohl jeder Platz. Die Bahn gibt es wohl auch schon gefühlte 20 Jahre im Phantasialand. Wer auf knarzende Plastikfiguren steht, sollte hier einsteigen. Keine Anstehzeit.

Black Mamba:
Hängeachterbahn mit Schulterbügel und Verschlussgurt. Hier gibt es einen Bigboy-Testsitz am Anfang. Diesen unbedingt nutzen. Bei mir war es gar nicht mal so eng, dazu gleich mehr.
Die Bigboysitze erkennt man am doppelten Verschlussgurt. Die normalen Sitze haben nur einen einzigen Gurt. Ich weiß leider nicht mehr, wo genau die Bigboysitze sind, aber die Anweiser setzen einen notfalls um, so war es auch bei mir. Die Mitarbeiter der Mamba sind übrigens super nett und “bloßgestellt” wird hier absolut niemand. Die erste Fahrt war für eine Achterbahn fast schon angenehm.
Bei der zweiten Fahrt meinte wohl aber ein anderer Anweiser, er müsste den Bügel noch einen Klick weiter drücken, das war dann nicht mehr so bequem, ging aber auch noch. Kritische Punkte bei mir hier übrigens Schulterhöhe und Brustumfang. Anstehzeit: Keine 10 Minuten.

Maus au Chocolat:
Eine 3D-Fahrt durch eine Tortenfabrik, in welcher man Mäuse mit virtueller Schokolade beschießen kann. Man spielt gegen seinen Mitfahrer und bekommt den Punktestand die ganze Zeit angezeigt. Macht wirklich Spaß und ist auch mal was anderes. Der Anstehbereich ist super aufwändig gestaltet, allerdings haben wir auch ca. 45 Minuten angestanden.

Pirates in 4D:
3D Kino mit netten Überraschungseffekten. Kein Muss, weil der Film meiner Meinung nach nicht besonders gut ist, aber als “Laufpause” ganz nett.

Colorado Adventure:
Holzachterbahn mit Beinbügel. Kritischer Punkt waren hier die Knie. Anstehzeit etwa 30 Minuten. Es kann aber sein, dass hier nur so “viele” anstanden, weil diese Attraktion 30 Minuten vor den anderen geöffnet hat. Die Fahrt lohnt sich allerdings.

Silbermine:
Endlosbahn mit quietschenden Plastikfiguren. Keine Anstehzeit, lohnt sich nur als Pausenfüller.

Mytery Castle:
Wohl die beste Attraktion im Phantasialand. Anstehzeit knapp 25 Minuten. Es handelt sich um einen Freefalltower im Halbdunkeln gesichert über Schulterbügel. Das war wohl auch die kritischste Attraktion, da hier der Anweiser kräftig nachdrücken musste, bis es passte. Bei der attraktion steht bis 195cm Körpergröße dabei. Kombiniert man aber 191cm Größe mit einer breiten Brust, wird es eben sehr Eng.
Aber sowohl quetschen als auch anstehen haben sich gelohnt. Mit Abstand der höchste Adrenalinfaktor für mich.

River Quest:
Eine typische Wildwasserbahn mit Ringbooten. Bei uns gab es vorher einen Defekt, daher mussten wir über 45 Minuten anstehen. Die Fahrt ist gut. Hier passt auch jeder rein. ABER: Es steht überall geschrieben, dass man nass wird, was bei einer Wasserbahn ja klar sein sollte. Allerdings habe ich weit und breit niemanden gesehen, der aus diesem Ding auch nur annähernd so nass raus ist, wie ich. Pulli und Shirt komplett durchnässt, Jeans bis auf die Socken und die Boxershorts auch nass.
Es gibt am Ausgang Personentrockner, allerdings kosten diese Geld, und eine Jeans trocknet da eben auch nicht einfach so.
An bedeckten, kalten Tagen sollte man hier also wirklich ein Cape drüberziehen.

Feng Ju Palace:
Hier will ich nicht zu viel beschreiben, weil das wirklich eine Überraschung ist. Der Wartebereich ist echt ätzend, weil man sich hier eine dämliche Asiavideoshow anschauen muss. Das könnte man sich echt sparen.
Anstehzeit somit ca. 45 Minuten.
Problem ist hier, dass es nur einen Beinbügel für eine komplette Sitzreihe gibt, der automatisch bis zu einem bestimmten Punkt schließt. Hier kritischer Punkt definitiv der Bauch, ging aber noch.

Geister Rikscha:
90er Jahre Geisterbahn mit Gondeln und quietschenden Figürchen. Keine Probleme mit dem Sitzen, keine Anstehzeit, keine Überraschungen.

Jump:
Eine Show die viel Wirbel um nicht viel macht. Trampolin, BMX, und Kangooboot-Artistik, aber jetzt nicht auf suuuper hohem Niveau. Die Musik fand ich zu Beginn fantastisch, danach die Show aber eher flach.

Seven:
Klassische Zaubershow. Der Magier macht einen sehr guten Job und hat echt geniale Tricks drauf. Absolute Empfehlung.

Allgemein:
Der Park ist wirklich ansprechend gestaltet. Alles ist in wenigen Minuten erreichbar. Am Ende gibt es eine Parade, die wir allerdings “verpasst” haben. Als wir da waren, gab es im ganzen Park kein Softeis mehr, weil wohl alle Maschinen kaputt waren. Ansonsten gibt es die klassischen Snacks an jeder Ecke. Zu den Preisen kann ich nicht viel sagen, da wir unseren eigenen Proviant dabei hatten. Die Toiletten waren sehr sauber.

Edit: Ich habe die Parkbewertung noch einmal überdacht und geändert. 6/10 ist für das Phantasialand wirklich nicht gerechtfertigt.

Ich würde dem Park wohl eine 8/10 geben.
Einen weiteren Punkt könnte es für die Neueröffnung des Casa Magnetica geben. Den letzten Punkt gibt es für eine bessere und präsentere thematische Ausgestaltung des Parks, sowie für eine Sanierung der alten Bahnen. Mit Maus au Chocolat geht der Park hier in die richtige Richtung. Es ist natürlich von Vorteil, dass man den Park in einem Tag machen kann, und so keine Zusatzkosten wegen einer Übernachtung, sowie der doppelte Eintrittspreis entstehen.
Die Anstehbereiche sind gut angelegt und die Anstehzeiten waren bei uns nicht dramatisch.

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From → Freizeitpark

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