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[Freizeitpark] Holiday Park

March 4, 2013

Am Freitag, den 8. Juni, war es wieder soweit: Der nächste Freizeitpark wurde auf “Übergewichttauglichkeit” getestet. Als “Big Boy” ging es dieses mal in den Holiday Park. Wie in der Rezension des Phantasialandes beschrieben, ist der Holiday Park von mir aus in 40 Minuten zu erreichen, kostet mit Parkmarke pro Person 24€ (Preis setzt sich zusammen aus 22€/P für das Onlineticket und 4€/Auto für die Parkmarke) und ist klein genug um ihn in einem Tag zu schaffen.

Zum Zeitpunkt des Parkbesuchs wog ich 125kg bei 191cm Größe. Im folgenden ein paar sehr detaillierte Körpermaße:

Größe: 191cm
Schulterhöhe: 165cm
Schulterbreite gemessen von Schulterkopf zu Schulterkopf: 50cm
Hüfthöhe gemessen von Boden bis Hüftknochen: 103cm
Hüftumfang gemessen an der dicksten Stelle: 118cm
Bauchumfang: 113cm
Brustumfang: 120cm
Oberschenkelumfang: 70cm
Sitztiefe, gemessen im Sitzen von Rückenlehne bis Knie: 61cm
Attraktionen:
Anubis Free Fall Tower:
Ein Free Fall Tower im Freien, der einmal hoch und dann auch wieder runter fährt. Wann ausgeklinkt wird, weiß man vorher nicht. Gesichert wird hier über einen Schulterbügel mit Sicherheitsgurt. Ich habe reingepasst, kritische Stelle war hier die Schulterhöhe und der Brustumfang, bequem war es nicht. Ich denke, was das Reinpassen angeht, geben sich dieser Free Fall Tower und der im Phantasialand nichts. Wer in den einen rein passt, passt in den anderen auch.
Ich kannte den Tower noch aus Zeiten, wo Andreas Türk auf den Monitoren in den Wartebereichen geredet hat. Diese Zeiten sind wohl schon lange vorbei. Man läuft durch die einzelnen Wartebereiche und steht direkt vor dem Tower an. Was das ganze mit Anubis zu tun haben soll, wurde mir nicht klar. Wartezeit ca. 15 Minuten.

Expedition GeForce:
Fast wäre ich in diese Attraktion gar nicht eingestiegen. Am Anfang der Schlange steht ein Testsitz. Dieser ist aber glaube ich nicht so akurat, wie der bei der Black Mamba im Phantasialand. Gesichert wird hier über einen Beckengurt, sowie ein Beinbügel, der automatisch schließt. Problem beim Testsitz, aber auch bei der Bahn ansich ist, dass man nur sehr begrenzt Platz für seine Füße hat. Das hat zur Folge, dass Menschen mit dicken, langen Beinen, diese nicht ausstrecken können. Damit geht der Beinbügel nicht bis zum Bauch, sondern liegt auf den Oberschenkeln auf. Meine bessere Hälfte hat mich dann aber glücklicherweise doch noch überredet mich anzustellen und es hat sich gelohnt. Der Beckengurt ist ähnlich wie beim Flugzeug, da hatte ich auch noch Platz zum fest zurren. Ich habe dann den Anweiser gefragt, ob es OK sei, wenn der Bügel auf den Oberschenkeln aufliegt und er meinte, dass es so ginge.
Die Fahrt war der Hammer. Zwar weder Looping noch Schraube, dafür aber ein gelungener First Drop und viele Zero bzw Negative G Phasen.
Wir sind direkt nach Parköffnung zur GeForce, sind 2 mal gefahren und standen jeweils etwa 10 Minuten an.

Bounty Tower:
Ein klassisches Karussel, welches nach oben fährt. Es gibt keine Sicherung, hier sollte auch jeder reinpassen. Obwohl wir auch erwachsene Pärchen gesehen haben, die das Ding zu zweit gefahren sind, haben wir uns für die entspanntere Variante entschieden und sind jeder in eine eigene Gondel eingestiegen.
Die Attraktion ansich ist ok, man hat einen schönen Überblick über den Park. Anstehzeit auch etwa 10 Minuten.

Burg Falkenstein:
Endlosbahn im Mittelalterstil. Keine Platzeinschränkung, keine Überraschung, keine Anstehzeit. Der Anstehbereich ist sehr lang und schön gestaltet. Ehrlich gesagt fahre ich solche Plastikpuppenbahnen nur, damit ich “alles” im Park gefahren bin 😉

Donnerfluss:
Wildwasserabfahrt im Runden 6 Personen-Schlauchboot. Keine Platzprobleme weil keine Sicherung. Anstehzeit etwa 20 Minuten gegen Ende der Öffnungszeiten. Die Fahrt ist alles in allem nicht so spektakulär wie die im Phantasialand, dafür wird man aber auch nur einen Bruchteil so nass 🙂

Hollys Wilde Autofahrt:
Achterbahn im Wilde Maus Stil. Die Wägen sind mit Beinbügel gesichert und bieten nur ein Minimum an Beinfreiheit. Diese Achterbahn ist wirklich in erster Linie für Kinder gedacht und auch wenn es bei zwei “normal” großen Erwachsenen wohl geht, meine Freundin und ich haben da kaum nebeneinander reingepasst. Durch die dann auftretenden Fliehkräfte nach außen wohl die unbequemste Achterbahn, die ich je gefahren bin. Problemzonen hier sind: Beinlänge, Beinumfang, Sitztiefe, Bauchumfang, Schulterbreite. Die Qualität der Fahrt wird wohl erheblich besser, wenn man alleine fährt.
Anstehzeit etwa 15 Minuten. Der Anstehbereich ist nicht so doll gestaltet. Ich vermute auch, dass es sich bei der Bahn tatsächlich um ein Jahrmarktsfahrgeschäft handelt, dass man jederzeit wieder abbauen könnte.

Lighthouse Tower:
Ein recht hohes Kettenkarussel. Sicherung über Beckengurt und Stahlbügel. Der Beckengurt ist auch nicht enger als der der GeForce. Bei dem Stahlbügel bekommt man wohl nur Probleme, wenn man einen sehr großen Beinumfang hat. Ich hatte noch viel Luft.
Die Fahrt ist lohnenswert, ich mag Kettenkarussels. Anstehzeit etwa 20 Minuten.

Spinning Barrels:
Wieder ein Jahrmarktsfahrgeschäft im “Break Dancer” Stil. Sicherung über einen Bügel von oben für beide Insassen. Wir haben zu zweit reingepasst, kritischer Punkt hier die Schulterbreite, weiter nichts. Die Fahrt war wie auf dem Jahrmarkt, macht Spaß. Anstehzeit: zu lange 30 Minuten.

Sturmschiff:
Wieder ein Klassiker. Gesichert wird hier nicht wirklich, da sollte also jeder Platz finden. Menschen mit sehr langen Beinen könnten sich die Knie anstoßen, man hat hier aber genügend Platz um auszuweichen. Es gibt keine vorgeschriebene Anzahl an Personen pro Reihe, daher kann man da immer ein bisschen rumrücken.
Die Fahrt macht Spaß, sonst wäre es ja kein Klassiker. Anstehzeit etwa 15 Minuten.

Superwirbel:
Achterbahn mit Schulterbügelsicherung. Hier wieder kritischer Punkt die Schulterhöhe und die Körpergröße. Die Fahrt ist eher ruppig und kleinere Menschen könnten sich hier die Ohren an den Bügeln stoßen. Gepasst hat aber alles. Die Fahrt ist relativ kurz, macht aber Spaß. Anstehzeit etwa 30 Minuten.

Tabalugas Abenteuer:
Ja, auch da musste ich durch. Es handelt sich um eine liebevoll gestaltete Figurenbahn mit Booten. Platzprobleme ausgeschlossen, da die Boote beliebig leer bleiben können. Die Anstehzeit war zum einen mit knapp 30 Minuten einfach zu lang, zum anderen wird die ganze Zeit ein und das selbe Lied von Peter Maffay gespielt, das nervt tierisch. Die Fahrt ist allerdings besser als die Indoor-Plastikpuppenbahnen, da hier eine Geschichte erzählt wird.

Teufelsfässer:
Klassische Wildwasserbahn in Fässern. Recht lange Anstehzeit von knapp 45 Minuten, aber die lohnen sich mindestens einmal. Es gibt Abfahrten vorwärts und rückwärts und zwischendrin kann man von anderen lustigen Parkbesuchern gegen Geld mit Wasser abgeschossen werden. Ich kannte diese Bahn ja auch von früher und wusste, dass man hier nur ein paar Spritzer abbekommt. Als ich diesmal allerdings ausgestiegen bin, war ich wieder die Attraktion für alle Nachfolgenden und alle, die momentan noch anstanden: Ich war wieder komplett durchnässt. Nicht so schlimm wie im Phantasialand, weil die Hose weitestgehend trocken blieb, aber das T-Shirt konnte man komplett auswringen. Glücklicherweise hatten wir wieder einen sonnigen Tag erwischt, sodass das schwarze T-Shirt recht schnell wieder trocken war.

Stuntshow:
Ein Mix aus Wakeboard, Wasserski und Stuntshow. Wenn man eh da ist, sollte man sich die anschauen.

Reptilienshow:
Hiervon würde ich eher abraten. In subtropischem Klima bekommt man hier Krokodile, Schlangen, Spinnen und Stinktiere “präsentiert”. Ich weiß nicht, ob das nicht vielleicht auch den Tieren gegenüber bedenklich ist, aber abgesehen davon war es auch einfach langweilig. Das einzig Interessante, war die Lasershow zwischendrin, aber dafür lohnt sich die Zeit nicht. In dieser Zeit kann man lieber noch mal Free Fall Tower oder GeForce fahren.

Toiletten:
Sauber und ausreichend vorhanden.

Gastronomie:
Diesmal gab es Softeis. Die von mir als Kind geliebten Minidonuts habe ich allerdings vergeblich gesucht. Ansonsten gibt es Junkfood jeder Art an jeder zweiten Ecke. Zu den Preisen kann ich wieder nichts sagen, da wir Proviant dabei hatten:

Konzept & Atmosphäre:
Hier war ich regelrecht enttäuscht. Der Holiday Park gehört nun der Plopsa Kette und ich habe das Gefühl, dass die nicht genau wissen, was sie mit dem Park anstellen sollen. Anstelle des grünen Vogels Holli sind nun Wicky und die Biene Maja die Parkmaskottchen, das finde ich irritierend, es kann aber auch einfach dran liegen, dass ich den Park als Kind anders kennengelernt habe. Meiner Meinung nach fehlt es dem Park an einem Konzept, es gibt keine thematisch abgrenzbaren Bereiche wie in fast allen anderen Parks. Der Free Fall Tower ist für mich das beste Beispiel: Hier wurde irgendwie Versucht ein neues Konzept zu etablieren (Anubis), das scheint aber nicht geklappt zu haben, also lässt man sämtliche Thematik weg und hat nur noch ein reines Fahrgeschäft “ohne Story”. Es ist vielleicht ein wenig zu kleinlich, aber mir ist das sogar bei den Mülleimern im Free Fall Tower Bereich aufgefallen, die noch das gleiche Logo drauf haben, wie zur Tower Eröffnung. Hier könnte man mit Thema und Atmosphäre deutlich mehr rausholen, das Phantasialand hat das 1000 Mal besser gelöst.
Um es mal etwas geschwollener zu sagen: Man wird im Holiday Park nicht entführt in Gebiete wie “Western”, “China” oder was auch immer. Für Kinder ist das vielleicht störender als für Erwachsene, vielleicht aber auch nicht. Der nächste Versuch des Parks wird wohl das Maja Land sein, welches Attraktionen hauptsächlich für Kinder bietet und thematisch abgegrenzt sein soll. Vielleicht arbeitet der Park dann auch in anderen Gebieten an einer klareren Linie.

Ich komme zu einem Resultat von 6/10 Punkten.

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From → Freizeitpark

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